18. Ausgabe
Anpfiff.
Stille.
Anschlag.
„Jaaaaa!“, „Jo!“, „Jawohl!“
„Yeahhhhhh!!!!!! Rooosoli 🙌🏻“
Ein kurzer Ballwechsel und Punkt für das Team Wädi.
Seit nunmehr 18 Jahren findet am Bettag das traditionelle Frauen-Plausch-Volleyballturnier in der Steinacherhalle statt. Dieses Jahr traten sieben Teams gegeneinander an, darunter auch das Volleyteam des Turnvereins Wädenswil unter der Leitung von Evelyn Linsi. Zurück zum Spiel. Die Wädenswilerinnen liegen zurück. Es folgen einige lange Ballwechsel. Konzentriert und kämpferisch holen sie auf – es steht 24:24.
Anspiel für Wädi.
Simona schlägt auf – der Ball ist zu flach
und bleibt im Netz hängen.
„Rooosoli – hopp Wädi!“, rufen sich die Spielerinnen zu. Weiter geht’s. Der
Ball kommt.
„Joooo!“, ruft Susanne und nimmt ihn per Manschette ab.
„Jo!“ – Silvia spielt ihn in die Mitte.
„Jawohl!“, ruft Annelies, und der Ball landet im gegnerischen Feld.
Achtung – ein Kommunikationsproblem bei den Gegnerinnen. Sie treffen den Ball trotzdem
und smashen ihn gekonnt ins Wädifeld. Sonja hechtet sich auf den Boden und
nimmt ihn ab – boah, das war knapp!
Susanne klärt, Mirjam setzt den Ball direkt hinter das Netz – Punkt für Wädi. Was
für ein Schlagabtausch! Immer noch Gleichstand.
Am Ende geht der Satz an die
Wädenswilerinnen 💪🏻
Keine Zeit für eine Pause – der Match hat länger gedauert
und die Wädenswilerinnen treten direkt gegen die nächsten Gegnerinnen an.
An diesem Sonntag gelingt es Wädi mehrfach, Rückstände
aufzuholen – doch nicht jeder Match endet zu ihren Gunsten. Tja, so ist es
eben: Es braucht ein Quäntchen Glück, weniger Kommunikationsprobleme und das
richtige Stellungsspiel.
Die Teams spielen alle auf ähnlichem Niveau. Auch wenn keine Vollprofis dabei
sind, wird voller Körpereinsatz gezeigt und um jeden Punkt gekämpft. Der
Kampfgeist ist spürbar – ebenso wie die Kollegialität. Die Frauen motivieren
sich gegenseitig, gewinnen und verlieren gemeinsam und übernehmen auch das
Schiedsrichteramt. Bei sieben Teams absolvieren die Spielerinnen sechs Matches
à zwei Sätze. Pro Match kalkuliert Evelyn rund 30 Minuten. Ihre langjährige
Erfahrung in der Organisation des Turniers ist spürbar: ruhig und fokussiert
behält sie beide Spielfelder, in der neuen und alten Steinacherhalle, stets im
Blick.
Der Anlass ist klein, aber fein. Weniger aktive
Volleyballerinnen helfen bei der Festwirtschaft mit.
Es gibt Älplermagronen mit Apfelmus, Sandwiches, Kaffee und Kuchen,
Birchermüesli und Getränke.
Für Evelyn war es das letzte Turnier – sie zieht sich nach
19 Jahren vom Volleyball zurück. Ihr gebührt ein grosser Dank für die vielen Jahre ihres Einsatzes für den
Turnverein Wädenswil.
Liebe Evelyn, wir werden dich vermissen und wünschen dir alles Gute für deine
neuen kreativen Projekte!